Workshops und Beratung zu diskriminierungsarmer Vermietung.
Wir helfen Ihnen, Ihre Vergaben, Vermietung und Verwaltung diskriminierungsarm umzusetzen – theoretisch und ganz praktisch im Alltag.
BERLIN VERMIETET FAIR!
Als Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt bieten wir passgenaue Unterstützung für Vermieter:innen – von praxisnahen Workshops bis hin zu persönlicher Beratung und Material zu Hintergründen. Kostenlos und unkompliziert.
UNSERE WORKSHOPS
Jetzt fortbilden und fair vermieten!
In unseren Workshops lernen Sie, wie Sie fair und diskriminierungsarm vermieten: vom Vermietungsprozess über den Umgang mit Nachbarschaftskonflikten bis hin zu Barrierefreiheit im Wohnen.
Allen eine Chance geben – Tipps für die Vergabe
Den oder die richtige Mieter:in für eine Wohnung zu finden, kann eine große Verantwortung sein. Ausgehend von Ihren Fragen und Erfahrungen schauen wir gemeinsam, wie Sie Prozesse gestalten können, die Ihre Arbeit einfacher machen und dabei allen Wohnungssuchenden offenstehen.
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Eine Annonce so gestalten, dass sie von vielen gefunden und verstanden wird. Das Besichtigungsmanagement gerecht organisieren. Transparente Auswahlkriterien für die Vergabe festlegen. Wir haben viele praktische Tipps für Sie.
Nachbarschaften managen: Konflikte erkennen und beruhigen
Ein Nachbar beschwert sich über einen anderen im Haus? Eine Mieterin fühlt sich unwohl in der Hausgemeinschaft und wendet sich deshalb an Sie? Was Sie im konkreten Fall tun können und warum es wichtig ist, Nachbarschaftskonflikte durch die Antidiskriminierungsbrille zu betrachten, erfahren Sie in diesem Workshop.
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Nachbarschaftskonflikte haben viele Auslöser und sind so vielfältig wie die Menschen, die in sie verwickelt sind. Um sie lösen zu können, braucht es einen geschulten Blick für das, was hinter den Problemen steht und Ideen, wie man aktiv eingreifen kann.
Wohnen barrierefrei machen
Anfragen für barrierefreie Umbauten, vielfältige Mieterschaften und komplexe rechtliche Vorgaben – Barrierefreiheit kann im Bestandsmanagement zur Herausforderung werden. Sie ist aber auch Schlüssel für selbstbestimmtes Wohnen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen kleinen Schritten Wohnraum inklusiver wird.
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Ob als Forderung von Betroffenen oder als „Design-4-all“. Barrierefreiheit spielt in der Kommunikation, bei der Gestaltung des Zugangs zum Wohnhaus und bei Sanierungen oder Umbauten innerhalb der Wohnungen eine wichtige Rolle. Sie kommt dabei nicht nur denen zu Gute, die darauf angewiesen sind, sondern allen.
Diskriminierungsfreies Handeln ist dabei die langfristige Vision.
Problem: Diskriminierung ist schwer zu erkennen. Was muss ich wissen?
Diskriminierung ist überall und passiert oft ohne böse Absicht. Das heißt aber nicht, dass wir als Gesellschaft nicht etwas dagegen tun können und müssen. Gerade Menschen, die selbst nicht von Diskriminierung betroffen sind, fällt es oft schwer, eigenes diskriminierendes Verhalten zu erkennen, um es aktiv zu vermeiden. Wenn ein bestimmter Prozess, z.B. die Annonce der Wohnung, Menschen bereits ausschließt, sieht man Diskriminierung oft nicht, weil sich bestimmte Menschen dann gar nicht erst auf die Wohnung bewerben (können). Aber den Blick dafür kann man schulen! Wir helfen dabei Diskriminierung besser zu erkennen und sie im Alltag zu vermeiden – auch im angespannten Berliner Wohnungsmarkt.
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Den eigenen Blick schulen, Lösungen entwickeln, die für den Alltag taugen und das eigene Wissen teilen. Der erste Schritt ist die Auseinandersetzung mit Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt. Welche Formen der Diskriminierung gibt es und wie kommt es dazu? Welche Diskriminierungsmerkmale gibt es? Welche rechtlichen Grundlagen muss ich kennen? Häufig ist Diskriminierung nicht nur das Fehlverhalten von Einzelpersonen, sondern tief in unseren gesellschaftlichen Strukturen verankert. Das macht die Sache komplex, aber bleiben Sie dran, denn Sie sind nicht alleine. Es gibt zahlreiche Angebote, Anlaufstellen und Quellen, die Ihnen dabei helfen, Diskriminierung zu erkennen und sie abzubauen. Wir bieten kostenlose Workshops für Sie und Ihr Team an. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns gerne.
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Grundsätzlich kann Diskriminierung jeden treffen. Besonders betroffen von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt sind marginalisierte Gruppen wie Migrant:innen vielfältiger Herkunft und unterschiedlicher Bildungs- und Einkommensgruppen. Auch Alleinerziehende, Großfamilien mit geringem Einkommen, ältere Menschen (besonders Frauen), schwule, lesbische und Transpersonen, Menschen mit Behinderung oder Menschen in Wohnungsnot. Wohnen ist dabei ein besonders wichtiges Schutzgut. Können sich die Menschen auf Grund ungleicher Chancen und Ressourcen nicht mehr selbstbestimmt und adäquat mit Wohnraum versorgen, leiden auch andere Lebensbereiche. Es wird dann schwieriger einen Job zu finden oder auszuüben, Schulaufgaben zu erledigen und insgesamt den Alltag zu bewältigen. Nicht selten werden Menschen von der Belastung krank. Darum ist es gerade in dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt so wichtig, Diskriminierung zu erkennen, anzuerkennen und abzubauen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine faire und diskriminierungsarme Wohnungsvermittlung zu gewährleisten, um Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Problem: Alle erreichen. Was hat Sprache mit Diskriminierung zu tun?
Sprache und Kommunikation spielen eine wichtige Rolle in den unterschiedlichen Prozessen der Vermietung, von der Annoncierung über den Mietvertragsabschluss bis hin zum laufenden Mietverhältnis. Wer Wohnungen vermietet oder bewirtschaftet, kommt dabei meist mit der gesamten Vielfalt der Berliner Stadtgesellschaft in Berührung. Das macht es besonders wichtig und gleichzeitig besonders herausfordernd, „richtig“ zu kommunizieren. Dabei geht es nicht unbedingt darum, immer alle zu erreichen. Vor allem geht es darum, nicht immer nur die Gleichen zu erreichen oder andersherum, Menschen nicht ganz auszuschließen.
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Vom Inserat, über die Hausordnung, Aushänge und Mieter:innenbriefe bis hin zum Mietvertrag: Einfache Sprache zu verwenden und bei Bedarf auf Mehrsprachigkeit zurückzugreifen, hilft, besonders viele Menschen zu erreichen. Es stellt sicher, dass alle die notwendigen Regeln und Informationen verstehen. Durch die Vermeidung diskriminierender Ausdrücke und die Verwendung einer inklusiven Text- und Bildsprache, wird niemand ausgeschlossen. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Kommunikationswege vielfältiger auszugestalten.
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Wörter erzeugen in unseren Köpfen bestimmte Bilder von Realität. Sie können Stereotype und Vorurteile bekräftigen oder für Vielfalt öffnen. Die Art, wie wir mit Menschen kommunizieren, hat großen Einfluss darauf, ob Menschen Zugang und Teilhabe ermöglicht wird. Im Umkehrschluss kann sie, oft unbeabsichtigt, Menschen ausschließen. Das hängt einerseits mit den Wegen zusammen, wie kommuniziert wird. Es stellt sich dann immer die Frage: Wer hat Zugang zu den Medien und Kanälen über die Informationen verteilt werden? Andererseits hängt es mit der konkreten Text- und Bildsprache zusammen. Hier stellen sich die Fragen: Ist die Sprache einfach genug, dass viele Menschen sie verstehen? Ist die Nachbarschaft so international zusammengesetzt, dass Mehrsprachigkeit wichtig ist? Stelle ich sicher, dass ich durch meine Formulierungen und Bilder niemanden ausschließe, verletze oder diskriminiere?
Problem: Eine Wohnung, viele Bewerber:innen. An wen gebe ich die Wohnung?
Wohnungen sind in Berlin Mangelware. Nicht selten bewerben sich dutzende oder sogar hunderte Menschen auf eine Wohnung. Das macht es schwer, eine passende Mietpartei auszuwählen. Wenn dann noch unterschiedliche Vorgaben durch das eigene Unternehmen, eigene Erfahrungen oder die Hinweise der Kolleg:innen zusammengebracht werden müssen, wird es schnell unübersichtlich.
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Ein einheitliches und transparentes Auswahlverfahren mit festgelegten Vergabekriterien hilft dabei, den Entscheidungsprozess zu vereinfachen und gleichzeitig Einfallstore für Diskriminierung zu schließen. Unterstützt wird das durch klare Zuständigkeiten und die Umsetzung eines Vier-Augen-Prinzips. Ein Ampelsystem zu den Erfolgsaussichten der Bewerbung, anonymisierte Losverfahren oder eine „first-come-first-served“-Strategie können den Vergabeprozess zusätzlich fairer gestalten. Welches genau das richtige Verfahren ist, hängt auch von der Art und Größe des Wohnungsunternehmens ab – ob Einzelvermieter:in, Hausverwaltung, Genossenschaft oder großes Immobilienunternehmen. Wir helfen Ihnen gerne dabei, das für Sie richtige Vorgehen zu entwickeln.
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Wenn es keine einheitlichen Verfahren zur Wohnungsvergabe gibt, ist es für Wohnungsuchende schwer nachvollziehbar, welchen Weg die eigene Bewerbung nimmt und nach welchen Kriterien sie bearbeitet wird. Mangelnde Transparenz von Vergabeprozessen und den dabei stattfindenden Priorisierungen, insbesondere in angespannten Wohnungsmärkten, unterstützt Diskriminierungsvermutungen. Ohne allgemeingültige Vergabekriterien lastet außerdem die Entscheidungsverantwortung auf Einzelpersonen und kann willkürlich wirken. Handelt man nach klaren Kriterien, macht dies die Entscheidung in den Einzelfällen einfacher.
Problem: Streit zwischen Nachbar:innen. Was kann ich tun?
Nicht immer ist das Zusammenwohnen im Haus oder in der Nachbarschaft harmonisch. Es gibt kleinere Streitigkeiten unter Nachbar:innen bis hin zu ausgewachsenen Konflikten, die in gegenseitiger Beschimpfung oder auch Handgreiflichkeiten enden können. Dies betrifft schnell nicht nur einzelne Nachbar:innen, sondern kann das Zusammenleben im Haus insgesamt beeinflussen. Und nicht selten wenden sich Nachbar:innen damit auch an ihre Vermieter:in oder Verwaltung.
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Konflikte werden ernst genommen und geprüft, ob Diskriminierung dabei eine Rolle spielt. Dafür ist es wichtig, beide Seiten im Konflikt zu hören und beiden Seiten das gleiche Vertrauen entgegenzubringen sowie sich auch als Vermieter:in oder Hausverwaltung im Fall von Diskriminierung zu positionieren. In schweren Fällen kann eine Mediation angeregt werden. Wir entwickeln gerne gemeinsam mit Ihnen ein Vorgehen für den Konfliktfall.
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Die Fachstelle erreichen eine Vielzahl von Fällen, in denen Menschen durch ihre Nachbar:innen Diskriminierung erfahren. U.a. wird Familien mit Migrationsgeschichte besonders häufig vorgeworfen, dass ihre Kinder unverhältnismäßig laut seien. Bei genauerer Prüfung erweisen sich die Anschuldigungen nicht selten als falsch und rassistisch motiviert. Besonders belastend ist es für die Betroffenen, wenn sie zusätzlich zum Konflikt mit Nachbar:innen vom Vermieter abgemahnt werden, ohne dass ein Gespräch oder eine Prüfung des Sachverhalts stattgefunden hat. Sensibilität und Wachsamkeit im Umgang mit Streitigkeiten zwischen Nachbar:innen helfen, Diskriminierung zu erkennen, Betroffene zu unterstützen und das Zusammenleben im Haus zu verbessern.
Unser Leitbild hilft Ihnen, die Übersicht zu behalten.
Die wichtigsten Grundsätze diskriminierungsarmer Vergabe, Vermietung und Verwaltung von Wohnraum haben wir in einem Leitbild zusammengefasst. Lassen Sie sich von den neun Leitsätzen inspirieren oder setzen Sie gleich die gesamte Strategie um.
PSST! WIR BERATEN SIE AUCH GANZ PERSÖNLICH.
Bisher noch nichts Passendes gefunden? Kein Problem!
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Sie haben erste Anregungen auf dieser Seite mitgenommen, möchten jetzt aber Ihr ganzes Team fit machen für die diskriminierungsarme Vergabe, Vermietung und Verwaltung von Wohnraum? Dann melden Sie sich bei uns!
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Sie sind eine Genossenschaft, eine größere Hausverwaltung oder ein Immobilienunternehmen und möchten das Thema Diskriminierung strategisch für Ihre ganze Organisation angehen? Sie möchten unser Leitbild umsetzen oder ein eigenes Leitbild für Ihre Bestände entwickeln? Sie wünschen sich unternehmensweite Vorgaben für Vergabeprozesse oder den Umgang mit Nachbarschaftskonflikten? Wir beraten und unterstützen Sie – zugeschnitten auf Ihre Fragen und Bedürfnisse.
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Sie würden gerne andere Menschen aus Ihrer Branche kennenlernen, die sich ebenfalls mit dem Thema Diskriminierung auseinandersetzen? Sie möchten voneinander lernen und Ihr Wissen weitergeben? Wir organisieren Vernetzungsformate.